Ausbrüche von E. coli im vergangenen Jahr haben dazu geführt, dass Dutzende Nordamerikaner ins Krankenhaus mussten, wobei auch ein halbes Dutzend Todesfälle verzeichnet wurden. Dies wirkte sich auch negativ auf das Vertrauen der Verbraucher in die Sicherheit von Römersalat und andere zurückgerufene Erzeugnisse aus.

Die kanadische Behörde für Lebensmittelkontrolle schätzt, dass 1 von 8 Personen (4 Millionen Kanadier) jedes Jahr durch kontaminierte Lebensmitteln krank wird. Davon müssen 11.500 ins Krankenhaus und 240 sterben.[1]

Im Januar 2019 hat die Regierung die Safe Food for Canadians Regulations (SFCR) mit dem Ziel umgesetzt, das Lebensmittelsystem sicherer zu machen, „indem sie sich auf die Prävention konzentriert und eine schnellere Beseitigung unsicherer Lebensmittel vom Markt ermöglicht.“[2]

Der Eckpfeiler der SFCR-Richtlinie besteht darin, dass Lieferanten, Importeure und Exporteure Lebensmittel einen weiteren Schritt zum nachfolgenden Kunden und einen Schritt zurück zum letzten Lieferanten verfolgen müssen.

Großhändler oder Vertriebsunternehmen, die Lebensmittel direkt an Verbraucher verkaufen Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe wie Restaurants und Cafés  müssen den Schritt zum Kunden nicht verfolgen, sondern nur den Schritt zum vorhergehenden Lieferanten.

Es gibt noch weitere Ausnahmen: Großhändler, die nicht über Provinz- oder Gebietsgrenzen hinweg Handel betreiben, müssen die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit nicht erfüllen; Importeure müssen dies jedoch tun, und das unabhängig davon, ob die von ihnen eingeführten Lebensmittel grenzüberschreitend gehandelt werden.

Gemäß den neuen Vorschriften müssen Rückverfolgbarkeitsdaten die gebräuchliche Bezeichnung des Lebensmittels, den Namen und die Anschrift des Akteurs, der das Lebensmittel hergestellt, zubereitet, produziert, gelagert, verpackt oder gekennzeichnet hat, sowie einen Chargencode oder einen anderen eindeutigen Identifikator enthalten.

Klare und lesbare Daten müssen zwei Jahre lang aufbewahrt werden, in Kanada zugänglich sein und der kanadischen Behörde zur Lebensmittelkontrolle auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Die neuen Verordnungen untermauern die entscheidende Rolle der Rückverfolgbarkeit als Mittel zur Sicherung der Lebensmittelversorgungskette, aber warum sollte man sich auf den vorhergehenden und den nachfolgenden Schritt beschränken, wenn die Technologie vorhanden ist, um einen riesigen Sprung zum Endverbraucher und einen noch größeren Sprung zurück zum Ursprung der Lebensmittel, die wir konsumieren, zu machen?

Die digitale End-to-End-Rückverfolgbarkeit der Lieferkette nutzt innovative Technologien, um alle Akteure entlang der Lieferkette zu verbinden, vom Bauern bis zum Verbraucher und alle Akteure dazwischen.

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Im Falle der Römersalat-Rückrufe hätte ein solches System schnell die Quelle der Verunreinigung lokalisieren können, wodurch die Notwendigkeit eines Massenrückrufs von nicht betroffenen Produkten zu vermeiden gewesen wäre. Anstatt den gesamten Römersalat aus den Regalen zu entfernen, hätten die Einzelhändler nur die als schlecht identifizierten Produkte beseitigen müssen.

Da einzelne Artikel bei jedem Schritt entlang der Lieferkette verfolgt und durch Serialisierung nachverfolgt werden können, kann die digitale End-to-End-Rückverfolgbarkeit nicht nur das Rückrufmanagement verbessern, sondern auch eine Fülle anderer Probleme, welche die Lebensmittel- und Getränkelieferkette beeinflussen, minimieren.

Die Fähigkeit, die Authentizität von Produkten zu garantieren, Abzweigung, Fälschung und Betrug zu minimieren, nachhaltige Geschäftspraktiken zu überprüfen und Kundenbindungstools bereitzustellen, um die Markentreue zu erhöhen, sind nur einige der zusätzlichen Vorteile, die Rückverfolgbarkeit bietet.

Während Maßnahmen wie die Safe Food for Canadians Regulations sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung hin zu einer sichereren Lebensmittel- und Getränkelieferkette sind, ist die digitale End-to-End-Rückverfolgbarkeit der größte Sprung, um die Reise abzuschließen.

OPTEL ist das einzige Unternehmen mit der Fähigkeit, eine wahre lückenlose Rückverfolgbarkeit zu bieten, welche detaillierte Daten bei jedem Schritt in der Lieferkette ermöglicht – vom Rohstoff bis zum Verbraucher und darüber hinaus.

Die Lösungen von OPTEL ermöglichen es verschiedenen Branchen, einschließlich der Lebensmittel- und Getränkebranche, von verwertbaren Echtzeitdaten zu profitieren, um die Qualität, Integrität und Authentizität von Konsumgütern zu gewährleisten, und dazu beizutragen, Fälschungen zu verhindern und Verschwendung zu reduzieren.

[1] https://www.canada.ca/en/public-health/services/publications/food-nutrition/infographic-food-related-illnesses-hospitalizations-deaths-in-canada.html

[2] http://inspection.gc.ca/food/eng/1299092387033/1299093490225